Seebestattung

Bei einer Seebestattung handelt es sich um die Beisetzung eines Verstorbenen auf dem Meer. Seebestattungen können in der Regel an allen Orten auf dem Meer durchgeführt werden, wenn diese dauerhaft öffentlich zugänglich sind. Für deutsche Bürger kommen dafür die Nord- und Ostsee in Frage sowie Bestattungen im Atlantik oder im Mittelmeer. Die Urne für eine Seebestattung ist meistens aus besonderem Material, da sie sich im Wasser auflösen soll. Diese spezielle Urne wird außerhalb der so genannten Drei-Meilen-Zone im Meer beigesetzt. Außerhalb der Drei-Meilen-Zone verlässt man das Hoheitsgebiet des Küstenstaates und befindet sich auf freiem Territorium.

Arten der Seebestattung 

Im Allgemeinen gibt es drei Varianten, eine Seebestattung durchzuführen. Erstens kann eine Urne im Beisein der Familie oder Freunden beigesetzt werden, ohne dass eine Dokumentation notwendig ist. Die zweite Variante ist eine anonyme Seebestattung: Hier ist es erforderlich, dass der Vorgang der Bestattung für die Behörden dokumentiert wird. Die dritte Alternative ist eine anonyme Seebestattung mit Markierung der Bestattungsstelle. Bei dieser Art der Beisetzung wird die genaue Position der Beisetzung auf einer Karte vermerkt und im Logbuch des Schiffes festgehalten.

Voraussetzung einer Seebestattung 

Um auf See bestattet zu werden, muss in der Regel die jeweilige Kommune die Seebestattung genehmigen. Damit eine Beisetzung auf dem Meer genehmigt wird, ist es häufig notwendig, dass der Verstorbene einen Bezug zur See vorweisen konnte. Zum Beispiel, wenn der Verstorbenen Zeit seines Lebens als Fischer oder Seemann tätig war. Die Seebestattung als Beisetzungsart kann bei nahezu jedem Bestattungsinstitut beauftragt werden.

 

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