- Kann man ohne Bestatter beerdigen?
- Nein, in Deutschland gilt eine sehr strenge, gesetzlich verankerte Bestattungspflicht. Der sichere Transport, die vorgeschriebene hygienische Versorgung und die Aufbewahrung des Leichnams müssen zwingend von einem professionellen Unternehmen durchgeführt werden. Eine private Beerdigung im eigenen Garten ist gesetzlich strengstens untersagt und wird bestraft.
- Was kostet eine Beratung beim Bestatter?
- Ein erstes ausführliches Beratungsgespräch zur genauen Ermittlung des Bedarfs und zur Erstellung eines maßgeschneiderten Kostenvoranschlags ist bei seriösen Instituten grundsätzlich völlig kostenlos. Sie zahlen wirklich erst dann, wenn Sie den eigentlichen Auftrag verbindlich und schriftlich unterschreiben.
- Warum nähen Bestatter den Mund zu?
- Nach dem Eintritt des Todes entspannt sich die gesamte Muskulatur des menschlichen Körpers, wodurch der Kiefer unweigerlich herabfällt und der Mund sich öffnet. Um dem Verstorbenen ein friedliches, schlafendes Aussehen für die würdevolle Abschiednahme zu geben, wird der Mund behutsam mit einer speziellen Technik verschlossen.
- Welche Körperöffnungen werden vom Bestatter verschlossen?
- Neben dem Mund werden standardmäßig die Augenlider sanft geschlossen, damit der Verstorbene aussieht, als würde er friedlich schlafen. Aus rein hygienischen Gründen können auch die Nase und der Rachenraum sehr dezent mit spezieller Watte abgedichtet werden, um den Austritt von Körperflüssigkeiten zu verhindern.
- Wie hoch sind die Kosten bei einem Bestatter?
- Die Gesamtkosten variieren je nach der individuell gewählten Bestattungsart enorm. Eine anonyme Feuerbestattung zum transparenten Festpreis ist bei Anbietern wie Feuerbestattungen.de bereits ab günstigen 1.338 Euro erhältlich. Eine naturnahe Baumbestattung im Wald kostet dort etwa 2.388 Euro inklusive aller wesentlichen Leistungen.
- Wie viel Trinkgeld gibt man dem Bestatter?
- Ein Trinkgeld ist im Bestattungsgewerbe absolut keine Pflicht und wird auch nicht zwingend erwartet. Möchten Sie sich dennoch bei den hart arbeitenden Mitarbeitern wie den Sargträgern oder Fahrern erkenntlich zeigen, ist ein Betrag von 20 bis 50 Euro pro Person eine sehr angemessene Geste der Wertschätzung.
- Wie sagt man einem Bestatter danke?
- Der mit Abstand respektvollste und schönste Weg ist eine sehr persönliche, liebevoll handgeschriebene Dankeskarte einige Tage nach der Beisetzung. Auch eine ehrliche und positive Bewertung im Internet hilft dem Unternehmen wirtschaftlich sehr und drückt Ihre hohe Zufriedenheit mit der geleisteten Unterstützung aus.
- Wie schnell muss man einen Bestatter beauftragen?
- Je nach dem jeweiligen Bundesland haben Sie in der Regel zwischen 24 und 36 Stunden nach dem offiziellen Eintritt des Todes Zeit, ein qualifiziertes Institut mit der sofortigen Überführung des Verstorbenen in die Kühlräume zu beauftragen.
- Wann bekommt man die Sterbeurkunde vom Bestatter?
- Das beauftragte Institut beantragt die benötigten Urkunden für Sie beim zuständigen Standesamt. In der Regel dauert die behördliche Bearbeitung einige Tage, sodass Sie die wichtigen Dokumente meist innerhalb einer Woche nach dem Todestag sicher in den Händen halten.
- Kann ich als Quereinsteiger Bestatter werden?
- Ja, der Beruf ist in Deutschland nicht gesetzlich geschützt und bietet hervorragende Einstiegschancen für motivierte Quereinsteiger. Durch spezielle Schulungen und anerkannte Zertifikatslehrgänge zum "Geprüften Bestatter" können Sie sich das nötige kaufmännische und handwerkliche Fachwissen aneignen.
- Wie viel verdient ein Bestatter pro Stunde?
- Das übliche Einstiegsgehalt für gut ausgebildete Fachkräfte liegt meist bei einem Stundenlohn von etwa 15 bis 22 Euro. Mit steigender Berufserfahrung, regelmäßigen Weiterbildungen oder der Übernahme einer lukrativen Filialleitung kann der Verdienst im Laufe der Zeit deutlich ansteigen.