- Ist die Diamantbestattung in Deutschland erlaubt?
- Nein, in Deutschland ist die direkte Herstellung eines Diamanten aus menschlicher Asche aufgrund der strengen gesetzlichen Friedhofspflicht untersagt. Sie können diesen Wunsch jedoch völlig legal erfüllen, indem Sie die Urne durch einen lizenzierten Bestatter ins benachbarte Ausland überführen lassen, wo der Prozess gestattet ist.
- Welche Nachteile hat eine Diamantbestattung?
- Zu den größten Nachteilen zählen die sehr hohen Anschaffungskosten, die schnell im fünfstelligen Bereich liegen können, sowie die monatelange Wartezeit auf den Stein. Zudem besteht das emotionale Risiko, dass der Edelstein bei regelmäßigem Tragen als Schmuckstück verloren geht oder gestohlen wird.
- Wie viel kostet eine Diamantbestattung?
- Die reinen Herstellungskosten im Labor beginnen bei kleinen Diamanten bei etwa 3.000 Euro und können für große Steine über 15.000 Euro betragen. Dazu müssen Sie die Kosten für die vorangehende Einäscherung, den Bestatter und den zwingend notwendigen Urnentransport rechnen, die meist bei weiteren 3.000 bis 4.000 Euro liegen.
- Wo ist eine Diamantbestattung erlaubt?
- In Ländern, die keine strikte Friedhofspflicht kennen, ist diese Form der Beisetzung problemlos umsetzbar. Führende Speziallabore für die Züchtung von Erinnerungsdiamanten befinden sich in Europa vor allem in der Schweiz, in den Niederlanden und in Österreich.
- Was passiert bei einer Diamantbestattung?
- Bei diesem faszinierenden Prozess wird der in der menschlichen Kremationsasche enthaltene Kohlenstoff chemisch isoliert und gereinigt. Dieser reine Kohlenstoff wird anschließend in massiven Pressen einem extremen Druck und starker Hitze ausgesetzt, wodurch ein synthetischer, aber physikalisch echter Diamant entsteht.
- Wie funktioniert eine Diamantbestattung?
- Nach der Einäscherung in einem zertifizierten Krematorium wird die Asche sicher ins Ausland transportiert. Dort extrahieren Fachleute den Kohlenstoff. Durch das sogenannte HPHT-Verfahren (High Pressure, High Temperature) kristallisiert dieser zu einem Rohdiamanten, der abschließend von Experten nach Ihren Wünschen geschliffen wird.
- Wie viel menschliche Asche wird für eine Diamantbestattung benötigt?
- Für die erfolgreiche Zucht eines durchschnittlichen Erinnerungsdiamanten benötigt das Labor in der Regel etwa 500 Gramm Asche. Da bei der Einäscherung eines erwachsenen Menschen meist zwischen zwei und drei Kilogramm anfallen, verbleibt genügend Asche für eine reguläre Urnenbeisetzung.
- Warum ist die Diamantbestattung in Deutschland nicht erlaubt?
- Das deutsche Bestattungsgesetz ist historisch stark reglementiert und schreibt den Friedhofszwang vor. Dieser Paragraph besagt, dass menschliche Überreste – wozu ausdrücklich auch die Asche nach einer Feuerbestattung zählt – zwingend auf einem ausgewiesenen Friedhof, in einem Ruhewald oder auf dem Meer beigesetzt werden müssen.
- Wie läuft eine Diamantbestattung ab?
- Sie beauftragen einen lokalen Bestatter, der die Einäscherung durchführt und den Transport der Urne in ein ausländisches Labor organisiert. Dort wird der Diamant über mehrere Monate gezüchtet. Nach der Fertigstellung und Qualitätskontrolle wird Ihnen das Schmuckstück sicher per Kurier zugestellt oder persönlich übergeben.